Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg

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8. Januar 2010

Weltweites Jahr der Biologischen Vielfalt - Einleitung zur Grünen Serie

Splett, Gisela

"Versprechen gebrochen" kommentiert Dr. Gisela Splett, die naturschutzpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion die Situation im Artenschutz. "Die Rats- und Regierungschefs der EU hatten 2001 in Göteborg beschlossen, den dramatischen Artenschwund bis 2010 zu stoppen. Das nannten sie "Stop the loss." Dieses Ziel hat leider auch Baden-Württemberg verfehlt, obwohl sich das Land der dazu passenden weltweiten Kampagne "Countdown 2010" angeschlossen hatte. Einzelne Erfolge beim Artenschutz wie beispielsweise beim Biber oder der Wildkatze sind weniger wegen der Landespolitik sondern eher trotz der Landespolitik zustande gekommen." Daher werden die Grünen im von der UN ausgerufenen Jahr der Biologischen Vielfalt die Bilanz der Landesregierung kritisch hinterfragen.
Mit einer zwölfteiligen, monatlichen Serie machen die Grünen auf gefährdete Arten und ihre Lebensräume aufmerksam. "Wir sind stolz darauf, dass wir für unsere Serie das Logo sowohl der weltweiten Kampagne "Countdown 2010" als auch das Logo für das Internationale Jahr der Biodiversität verwenden dürfen. Wir möchten in dieser Serie auch eigene Vorschläge einbringen, wie die Biologische Vielfalt im Land so gut wie möglich geschützt und damit auch für unsere Kinder und Enkel bewahrt werden kann", so Splett.
Die zum Schutz der Arten wie Wendehals, Wildbienen und Wildkatze erforderlichen  Maßnahme müssen von der Landesregierung finanziell und personell umgesetzt werden. Der Klimawandel stellt uns dabei vor besondere Herausforderungen – auch hinsichtlich der Vernetzung von Lebensräumen. Wälder, Wiesen und Gewässer müssen wieder artenreiche Lebensräume, Streuobstwiesen, Trockenrasen, Feuchtgebiete und Moore müssen erhalten werden. Zum großen Teil handelt es sich um Kulturlandschaften. Daher fordern die Grünen eine konsequente Verknüpfung von Naturschutz mit fairen Preisen für naturnahe Land- und Forstwirtschaft und ein erfolgreiches Vermarkten von "Naturschutzprodukten".

 

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