

Gisela Splett, umwelt -und entwicklungspolitische-Sprecherin der Fraktion, freute sich, eine Delegation des Poema-Projekts (Abkürzung von PObreza E Meio ambiente na Amazônia – Armut und Umwelt in Amazonien) und ihrer Projektpartner aus dem brasilianischen Amazonasgebiet im Landtag empfangen zu können. Die Gruppe aus Brasilien berichtete während des zweistündigen Gesprächs über Erfolge und Probleme ihrer Arbeit bei der Trinkwasserbereitung, beim Aufbau einer solargestützten Energieversorgung sowie und eines einfachen Gesundheitswesens sowie bei der Armutsbekämpfung. Ziel des Deutschlandbesuchs der drei Brasilianer war der Austausch mit den deutschen ProjektunterstützerInnen, die die Projekte in der Region überhaupt erst möglich machen. Gisela Splett betonte wie wichtig die Suche nach nachhaltigen Entwicklungsmodellen für den Schutz des Regenwaldes und der Amazonienvölker ist,

Und sie berichtete von der Arbeit der Grünen zum Erhalt der Biodiversität und für den Klimaschutz auf lokaler, regionaler, europäischer und globaler Ebene. Poema e.V. Stuttgart wurde 1994 von dem Grünen Willi Hoss gegründet und ist diesjähriger Träger des Stuttgarter Friedenspreises.

Giovanny sagte: "Die Völker von Amazonien sind diejenigen, die einzig und alleine in der Lage sind, den Regenwald zu schützen und mit ihm zu leben ohne ihn zu zerstören". Er kämpft für mehr ausgewiesene Gebiete zur nachhaltigen Entwicklung, damit durch Waldwirtschaft natürliche Ressourcen geschützt und die Artenvielfalt erhalten bleibt.
Bena ergänzte: "Wasser bedeutet Leben. Allerdings: wenn das Wasser verschmutzt und verseucht ist, bringt sie uns nur den Tod. Dagegen müssen wir was machen." Bena kann nicht verstehen, dass bei uns in Deutschland gutes Leitungswasser aus dem Hahn kommt und wir trotzdem Mineralwasser aus Flaschen kaufen und trinken.
Und Naldo dazu: "Wir wollen die Menschen kennenlernen, die unsere Projekte unterstützen und finanzieren. Das sind Einzelpersonen, ganze Schulklassen und auch Leute wie Sie."
Er setzt sich für den Dialog zwischen Brasilien und Deutschland ein. Die grüne Partei Brasiliens hält er für bislang unbedeutend weil noch viel zu klein. Gleichzeitig kritisiert er die Politik des amtierenden Präsidenten Lula, für den Landreform kein Thema ist und der auf Monokulturen setzt, um Biodiesel exportieren zu können.

Vereinbart wurde, dass Poema e.V. und die Grünen auch künftig im Austausch bleiben, um die Zerstörung des Regenwaldes zu stoppen und die Lebensbedingungen der Menschen in Amazonien zu verbessern. Nur durch eine staatlich betriebene Landreform lässt sich soziales Elend beenden und gleichzeitig der ökologische Raubbau an den Ressourcen eindämmen.