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Genmais

4. Mai 2008

Der öffentliche Druck auf die Genmaisversuche wächst

100 Teilnehmer waren am Sonntag bei Ladenburger Protestaktion

Rhein-Neckar/Ladenburg.Mit rund 100 Teilnehmern hatte die Kundgebung des Kurpfälzer Bündnisses gegen Genversuche in der Landwirtschaft, BürGenLand, am gestrigen Sonntag im Ladenburger Ortsteil Neubotzheim einen sehr guten Besuch. Die Veranstaltung fand direkt vor dem Feld statt, auf dem ausgerechnet am Tag zuvor demonstrativ der Monsanto-Genmais MON-810 ausgesät worden war. "Das beeindruckt uns nicht und treibt uns auch nicht in die Resignation, im Gegenteil: Wir werden in diesem Sommer so oft hierher kommen und Druck machen, bis der Versuch eingestellt wird", kündigte der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl (Grüne) an. Man werde jetzt nicht mehr locker lassen. Die Genlobby sei in Baden-Württemberg auf dem Rückzug, jetzt bestehe die große Chance, die Kurpfälzer Landwirtschaft zur gentechnikfreien Region zu bekommen. Die Sprecher von BürGenLand, Florian Knappe (Dossenheim) und Alexander Spangeberg (Ladenburg) erläuterten den Teilnehmern die ablehnende Haltung der Bürgergemeinschaft. Die Gefahr der Auskreuzung des GVO-Maises sei größer denn je, man wolle Verunreinigungen von biologisch oder konventionell angebauten Pflanzen unabhängig von der von der Politik willkürlich festgelegten Toleranzgrenze unbedingt vermeiden, sagte Knappe.

Momentaufnahmen sckerl

Uli Sckerl in Aktion...

Er kritisierte insbesondere das völlig ungenügende Umweltbegleitprogramm ("Monitoringprogramm") zu den Genmaisversuchen. Alexander Spangenberg machte deutlich, dass immer mehr EU-Mitgliedsstaaten den Anbau des sehr umstrittenen Genmaises MON-810 untersagen: Österreich, Frankreich, Polen, zuletzt Rumänien, das bisher das Land mit dem größten GVO-Maisflächen gewesen sei. "Warum der gleiche Genmais in Frankreich verboten ist, für den die Landwirtschaftsminister des Bundes und des Landes bei uns einen Zwang zur Erlaubnis sehen, das bleibt deren Geheimnis", sagte der Ladenburger BUND-Vorsitzende.

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