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Die grünen Abgeordneten Reinhold Pix und Bernd Murschel waren auf ihrer dritten von vier Ganztagestouren "Fraktion vor Ort" unterwegs. Unter dem Motto "Landnutzung - Naturschutz - Tourismus" diesmal im Regierungsbezirk Nordbaden hatten sie sich das Thema "Holz und Waldbau" ausgesucht. Begleitet wurden sie vom Parlamentarischen Berater Dr. Markus Rösler, Vertretern der Grünen aus dem Kreis Freudenstadt und dem Ortenaukreis, darunter Marc Vogt, dem grünen Kreisvorsitzenden aus Freudenstadt und dem grünen Kreisrat Walter Trefz sowie Thomas Marwein und Gottfried Vetter von den Grünen aus dem Ortenaukreis.

Die Grünen war in Grün zu Gast
Auf der Tagesordnung stand auch ein Gespräch mit Landrat Peter Dombrowsky und Sprecher der baden-württembergischen Naturparke und dessen Forstexperten Günther Groß und Hans-Ulrich Hayn. Auch hier gab es große Gemeinsamkeiten: Sowohl der Landrat als auch die grünen Parlamentarier Pix und Murschel lehnen die von Minister Hauk geplante Fixierung eines Landesbetriebes Forst auf rein betriebswirtschaftliche Orientierung ab: "Ein Beispiel hierfür ist die Beibehaltung des Rückegassenabstandes bei 40 Meter, anstelle die von den Gutachtern des Ministers vorgeschlagene Verringerung auf 20 Meter Abstand: Das führt zu mehr Bodenverdichtung", so Pix.

Die grünen Parlamentarier verwiesen darauf, dass sie im Rahmen der Haushaltsberatungen 2007/2008 im Landtag die Rücknahme Kürzungen für die Naturparkprojekte gefordert hatten: "Jeder muss seinen Beitrag zur Haushaltssanierung leisten - aber Kürzungen von 50 Prozent von 800.000 auf 400.000 Euro wie von Minister Hauk vorgeschlagen, sind für solche vorbildliche Projekte wie diejenigen der Naturparke völlig kontraproduktiv, so Pix. "Die Naturparke in Baden-Württemberg haben ihr verstaubtes Images als Möblierer der Landschaft abgelegt und sind zu einem wichtigen Teil der Umweltbildungsarbeit geworden, betonte Murschel. Wir sind daher froh, daß es dem gemeinsamen Druck von Grünen, Naturparken und Landräten gelungen ist, die Kürzungen abzumildern - wir bleiben am Ball", versprach Pix.
Im Naturschutzzentrum Ruhestein stand das Thema Waldbau, Wildnis und Naturschutz im Zentrum der Vorträge von Dr. Wolfgang Schlund, Leiter des Naturschutzzentrums, Dr. Michael Rückert, Bürgermeister von Baden-Baden, Dr. Volker Späth vom Institut für Landschaftsforschung und Naturschutz des NABU sowie Karl-Heinz Dunker, dem Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte-Nord.

"Neben vorbildlichen Projekten wie Wildnispfad und Luchspfad gehört auch die Offenhaltung wertvoller Kulturlandschaften im Hochschwarzwald zu den zentralen und gemeinsamen Aufgaben von Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus und Kommunen im Ländlichen Raum. Wir setzen uns für eine Agrarpolitik ein, die solcher vorbildlicher und im Gemeinwohl liegenden Landschaftspflege eine höhere Priorität beimisst als dem Ausbau und Asphaltieren von Feld- oder Waldwegen oder der Gentechnikforschung, wie dies von Minister Hauk favorisiert wird", macht Murschel die Unterschiede zwischen grüner und schwarzer Politik im Ländlichen Raum deutlich.