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PRESSEMITTEILUNG

NR. 017/2012
Datum: 23. Januar 2012

Klimaschutz ist Job-Motor für das Land

Daniel Renkonen

Das geplante Energie-und Klimaschutzkonzept der Landesregierung könnte nach Auffassung der grünen Landtagsfraktion zu einer "Win-Win-Situation" für Umwelt und Wirtschaft führen.

"Mit Hilfe eines Energie- und Klimaschutzkonzeptes kann Baden-Württemberg nicht nur seinen Beitrag zur weltweiten Begrenzung des Temperaturanstiegs leisten, sondern es werden auch neue Arbeitsplätze entstehen", sagt der Umweltpolitiker der Grünen Daniel Renkonen.

Die Grünen streben bis zum Jahr 2050 eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 90 Prozent an. Dieses Ziel kann laut Renkonen durch mehr Energieeffizienz in Wohngebäuden, in Landeseinrichtungen und im Verkehrssektor sowie eine Reihe weiterer, im Konzept zu beschreibender Maßnahmen erreicht werden. Allein im laufenden Jahr werde die grün-rote Landesregierung 11 Mio. Euro mehr für die Energiewende und den Klimaschutz bereitstellen und die Haushaltsmittel damit mehr als verdoppeln. "Bei den Mitteln für die Energiewende ist es klar gelungen, das Kleinklein der Vorgängerregierung zu beenden – Grün-Rot setzt hier auch finanziell einen Schwerpunkt", freut sich Renkonen.

Der Arbeitskreis-Sprecher für Energie-und Umweltpolitik der Landtags-Grünen zitiert eine Studie der renommierten Unternehmensberatung Roland Berger, wonach der Umweltschutz bis zum Jahr 2020 der bedeutendste Industriezweig in Deutschland werde. "Allein im Bereich der Energieeffizienz können bundesweit in den nächsten zehn Jahren etwa 800.000 neue Jobs geschaffen werden", so Renkonen.

Dringend erforderliche energetische Sanierungsmaßnahmen bei den rund 8.000 Landesgebäuden wie Hochschulen oder Behörden nutzen deshalb nicht nur dem Klima, sondern auch dem Handwerk. Dabei können viele Energiesparmaßnahmen mit Hilfe so genannter Contracting-Modelle von Dritten vorfinanziert werden, ohne den Landeshaushalt mit hohen Investitionen zu belasten. Vom geplanten Ausbau der Windkraft auf einen Anteil von rund zehn Prozent an der Stromerzeugung kann zudem der Anlagen- und Maschinenbau profitieren. "Ideologische Bedenken gegen Windräder sind daher völlig unangebracht", sagt Renkonen.