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20. Januar 2012

Mit dem Rad zum Zug: Grün-Rot fördert Fahrradabstellanlagen

Wolfgang Raufelder

Die Landtagsfraktionen von Grün und Rot haben bei den laufenden Haushaltsberatungen des Landtags  insgesamt 600.000 Euro zusätzlich eingestellt für die Konzeption und Errichtung von Fahrradabstellanlagen an Stationen des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Damit, so die verkehrspolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen Wolfgang Raufelder (Grüne) und Hans-Martin Haller (SPD), soll die Radverkehrskampagne des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur ergänzt werden. "Radverkehr ist ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen städtischen Verkehrsplanung", sagt Raufelder, "die Steigerung des Radverkehrsanteils ist der kostengünstigste und effizienteste Weg für einen stadt- und umweltverträglichen sowie klimaschonenden Verkehr."

Mit den Mitteln sollen die Anstrengungen der Kommunen für eine nachhaltige Verkehrspolitik unterstützt werden. Das gilt insbesondere für das Konzept der Stadt der kurzen Wege. Ziel ist eine Verringerung des motorisierten Individualverkehrs in den Kommunen durch gezielte Anschubfinanzierungen für Fahrradabstellanlagen an Stationen des öffentlichen Nahverkehrs.

Haller (SPD) betonte, mit der Maßnahme solle der sogenannte "intermodale Verkehr" gestärkt werden, das heißt: der bewusste Wechsel zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln Rad, Bus/Bahn, Auto. Haller: "So begünstigen Fahrradabstellanlagen an Nahverkehrshaltestellen den umweltfreundlichen Zugang zum Nahverkehr. Es werden weniger Parkplätze an Haltestellen benötigt. Der Anteil des Radverkehrs kann so nachhaltig gesteigert werden."

Raufelder und Haller sind überzeugt, mit der Förderung der Abstellanlagen von Fahrrädern einen Anreiz für die Bürgerinnen und Bürger zu bieten, zumindest einen Teil der täglichen Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. "Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, Pionierregion der Nachhaltigen Mobilität zu werden und den Anteil des Radverkehrs auf 20 Prozent zu steigern. Die Förderung des Radverkehrs wirkt sich für die Kommunen positiv aus, die Luft- und Lärmbelastung sinken, die Kosten sind vergleichsweise gering, es werden weniger Flächen benötigt und die Lebensqualität steigt durch bessere Gesundheit. Die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur für den ruhenden Verkehr ist dabei ebenso wichtig wie die Verbesserung der Verkehrswege für den Fahrradverkehr."

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