Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:

Die Landtagsfraktion der GRÜNEN stimmt einer Kapitalerhöhung bei der EnBW im Rahmen des Konsortialvertrages im Umfang eines Landesanteils von 400 Mio. Euro zu. Die Kapitalerhöhung soll über die 100-prozentige Landestochter Neckarpri GmbH durch Gewährung einer Landesbürgschaft in dieser Höhe und von Garantien für die entsprechenden Zinszahlungen erfolgen.
Vor allem durch den auf Bundesebene herbeigeführten, endgültigen Atomausstieg haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Energiemarkt gravierend verändert. Auch die EnBW, an der das Land als Folge von Entscheidungen der vorherigen Landesregierung mit 46,5% beteiligt ist, muss ihre Geschäftspolitik und ihre Investitionsplanungen neu ausrichten. Die dabei im Geschäftsfeld "Erneuerbare Energien" anstehenden Investitionen sind mit einem hohen Kapitalbedarf verbunden.
Der Vorstand der EnBW hat in einer Darstellung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Perspektiven bei der Klausur der Fraktion in Aalen unter anderem deutlich gemacht, dass die Grundlagen für eine erfolgreiche, neue Positionierung des Unternehmens in diesem Sinne durch eine Kapitalerhöhung im Umfang von 800 Mio. Euro wesentlich verbessert werden können. Davon sollen die OEW und das Land jeweils die Hälfte des zusätzlichen Kapitals einbringen.
Die mit dieser Kapitalerhöhung verbundene Aussicht auf eine Stabilisierung des Ratings wirkt sich positiv auf die Kosten des Fremdkapitals aus.
Der EnBW-Vorstand hat weiterhin darauf hingewiesen, dass ein hoher Anteil der zusätzlichen Mittel in den Ausbau von regenerativen Erzeugungskapazitäten oder Netzen fließen wird.
Die Landtagsfraktion hatte nun bei einer Entscheidung über eine Kapitalerhöhung abzuwägen ob das öffentliche Interesse und die Verantwortung des Landtags für den Umgang mit den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger ein zusätzliches finanzielles Engagement des Landes rechtfertigen.
Dabei ist klar, dass das Land keinen größeren Einfluss auf die künftige Unternehmenspolitik hat als ein privater Investor mit einer entsprechenden Beteiligung - aber auch nicht weniger.
Die Fraktion GRÜNE verbindet daher mit der Entscheidung über die Kapitalerhöhung klare Erwartungen an das Unternehmen und insbesondere an die Mitglieder des Vorstands: