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Anlässlich der Überreichung von über 60.000 Unterschriften der Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche“ gegen die Primatenforschung an den Ministerialdirektor im Landwirtschaftsministerium Wolfgang Reimer, erklärte der tierschutzpolitische Sprecher der Grünen im Landtag Reinhold Pix seine volle Unterstützung für die Ziele der Ärztevereinigung: „Das unsägliche und unsinnige Leiden der Tiere muss baldmöglichst beendet werden.“
Die Tierschützer beziehen sich in ihrer Forderung nach einem Ende der Tierversuche auf Wahlversprechen der Grünen, wonach die Affenforschung in einer festgelegten Zeit beendet und Tierversuche jährlich um 10% zurückgefahren werden sollen.
Reinhold Pix: „Unseren Wählern gegenüber sind wir hier in der Pflicht, nach der langen Herrschaft der CDU nun zu den anderen Bundesländern aufzuschließen. In München, Berlin und Bremen werden derartige Forschungsprojekte schon längst nicht mehr genehmigt. Die Forschungsfreiheit kann und darf heute, fast zehn Jahre nach Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz, nicht mehr grenzenlos sein.
Info:
Zweckfreie Grundlagenforschung an Primaten, wie sie an drei Instituten im Land betrieben wird, dient keinem gesundheitlichen Aspekt. Man will vielmehr herausfinden, wie ein Affe zählt oder auf Gesichter reagiert. In den Versuchen werden Affen auf Flüssigkeitsentzug gesetzt, der Kopf fixiert, Drogen appliziert und Hirnbereiche chemisch oder elektronisch aktiviert. Für die Krankheitsforschung sind diese Erkenntnisse unbrauchbar, weil nicht auf Menschen übertragbar.