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7. Oktober 2011

Manne Lucha: „Die Zukunft der psychiatrischen Versorgung ist gemeindenah und ambulant“

Grüne zum Welttag der seelischen Gesundheit

Lucha, Manne

Zum Welttag der seelischen Gesundheit am Montag 10. Oktober hat sich Manfred Lucha, Vorsitzender des AK Soziales der Grünen im Landtag, für eine Stärkung der ambulanten und gemeindenahen Versorgung von psychisch erkrankten Menschen ausgesprochen. Lucha: "Seit Jahren ist eine signifikante Zunahme psychischer Erkrankungen zu beobachten. Laut einer aktuellen Studie der Barmer GEK hat ihre Zahl in den letzten zwanzig Jahren um 129 Prozent zugenommen. Hinter dieser Zahl verbirgt sich, dass mindestens jeder dritte von uns einmal im Laufe seines Lebens psychisch erkrankt und behandlungsbedürftig wird. Aus Erfahrung wissen wir, wie wichtig sorgsam gestellte  Diagnosen sowie eine individuelle und wohnortnahe Behandlung und Begleitung des einzelnen Menschen sind."
Psychische Belastungen durch gesellschaftlichen Stress und systematischer Reizüberflutung haben stetig zugenommen, betonte Lucha. Die Tragfähigkeit sozialer Beziehungen werde heute häufiger denn je auf die Probe gestellt. "Diese Realitäten werden wir nicht von heute auf morgen verändern können, wir müssen ihnen jedoch begegnen. Dies kann nach unserer Meinung am besten durch eine gemeindenahe und ambulante psychiatrische Versorgung gelingen."
Gesellschaft und Politik müssten sich bewusst werden, wie wertvoll und gleichzeitig fragil die psychische Gesundheit des Einzelnen sei. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen setze sich deshalb mit Nachdruck dafür ein, dass psychische Erkrankungen als Teil unseres Lebens wahr- und angenommen werden.

 

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