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27. Juni 2011

Sandra Boser: „Inzwischen hat auch die Bundes-CDU endlich eingesehen, dass das dreigliedrige Schulsystem nicht zukunftsfähig ist"

Grüne: Abkehr der Bundes-CDU von der Hauptschule ist erster Schritt in Richtung Gemeinschaftsschule

Boser, Sandra

"Inzwischen hat auch die Bundes-CDU endlich eingesehen, dass das dreigliedrige Schulsystem nicht zukunftsfähig ist. Ihre Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem ist ein vorsichtiger Schritt in die richtige Richtung", so die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Sandra Boser.
"Wir Grünen haben seit langem mit Nachdruck gefordert, den Schulen die Möglichkeit zu geben, sich vor Ort zu Gemeinschaftsschulen weiter zu entwickeln. Ziel war und ist für uns Grüne, dass Schulstandorte die Chance erhalten, dem Schülerschwund lokal entgegenzuwirken, indem sie statt auf eine Schulart festgelegt zu sein, verschiedene Bildungsstandards anbieten können. So kann ein Wegbrechen von Standorten vermieden werden", betont Boser. Dies allerdings hat die Landes-CDU jahrzehntelang blockiert. Viele Hauptschulen stehen aufgrund dieser Blockadehaltung inzwischen mit dem Rücken zur Wand.
"Man könnte meinen, dass nun, da die Bundes-CDU die Zeichen der Zeit ansatzweise begriffen hat, die Landes-CDU die Scheuklappen ablegt und die Zukunftsfähigkeit und das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt ihrer Bildungspolitik stellt, statt verbissen festgefahrene und veraltete Strukturen zu verteidigen. Das ist aber leider nicht der Fall", bedauert Boser.
Boser weiter: "Für den konsequenten Schritt hin zur Gemeinschaftsschule, wie übrigens auch CDU-Politiker in einigen Ländern es fordern, reicht der Bundes-CDU der Mut dann doch nicht: Das Sortieren bleibt, statt der Dreigliedrigkeit gibt es dann eine Zweigliedrigkeit. Das Zusammendenken von Konzepten mit den Verantwortlichen vor Ort wird von der CDU überhaupt nicht angedacht, es bleibt ein Durchregieren ohne gemeinsame Lösungen. Schule in Strukturen statt vom Kind aus zu denken bleibt das Markenzeichen der CDU."
Die Grünen setzen stattdessen auf eine konsequente individuelle Förderung der Kinder und Durchlässigkeit zu jedem Zeitpunkt der Schullaufbahn. "Wir wollen - wo immer dies möglich ist und gewünscht wird - Gemeinschaftsschulen zulassen, die alle Bildungsstandards anbieten. Unser Ziel ist bestmögliche Bildung in einer Schule, die das Kind in den Mittelpunkt stellt und jedem Kind sein individuelles Bildungsziel ermöglicht", so Boser abschließend.

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