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10. Juni 2011

Reinhold Pix: Einführung eines „Vegetarischen Tags“ ist sinnvoll

Grüne begrüßen zweiten Stuttgarter Veggie Street Day

Pix, Reinhold

Reinhold Pix, tierschutzpolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, begrüßt den zweiten Stuttgarter Veggie Street Day am Pfingstsonntag auf dem Stuttgarter Marktplatz: "Der Tag macht in hervorragender Weise auf die Probleme zu hohen Fleischkonsums aufmerksam. Eine Reduzierung leistet einen hervorragenden Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen, schont das Klima, ist global vertretbar, fördert die Gesundheit und ermöglicht eine artgerechte Tierhaltung ohne tierquälerische Transporte."
Deutschlands größtes veganes Straßenfest mit dem Motto "Aus Freude am Leben" bietet Info-Stände und ein umfangreiches Programm für gesunden und umweltfreundlichen Genuss. Veranstaltet wird die Aktion vom Verein Die Tierfreunde e.V. in Kooperation mit dem Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) und der Tierrechtsinitiative Region Stuttgart (TiRS).
Reinhold Pix ist zuversichtlich: "In der Politik, aber auch auf Seite der Verbraucherinnen und Verbraucher wandelt sich das Ernährungsbewusstsein. Vegetarische Kost ist eine Alternative, die jede und jeder in den Alltag einbauen kann. Und mit der Einführung eines wöchentlichen Veggie-Tages in Kantinen, Mensen, Restaurants und Krankenhäusern ließe sich eine echte Alternative zum Fleischkonsum bieten. Dieses Signal kann wirkungsvoll sensibilisieren." Stuttgart stünde damit nicht allein: die Stadt Bremen, Genf, Sao Paulo und San Francisco haben bereits einen vegetarischen Wochentag eingeführt.
Der Veggie Street Day rückt die Folgen des Ernährungsstils der Bevölkerung in Industrieländern ins Bewusstsein: Der hohe Anteil tierischer Nahrungsmittel verantwortet bereits heute Hunger und Armut in anderen Teilen der Erde. Eindrucksvoll zeigt sich, dass die Produktion und der Konsum von Fleisch in einer Größenordnung, wie dies die Industrieländer für sich beanspruchen, für den Klimaschutz und die Welternährung höchst problematisch sind. Hauptverursacher der schädlichen CO2-Emissionen ist mit 44 % die Erzeugung tierischer Lebensmittel. Überdies beansprucht die Intensivtierhaltung enorme Flächen, die der Nahrungsmittelproduktion entzogen werden.
Massentierhaltung und Preiskampf der Discounter bewirken darüber hinaus viele Pro­bleme in Haltung und Schlachtung der Tiere, die häufig zu Verstößen gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen führen. Mit fleischreduzierter Ernährung ließen sich diverse Probleme gleichzeitig minimieren.

Infos:
http://www.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/6000/14_6434_D.PDF
und
http://veggie-street-day.de/index.php?id=14

 

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