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Um die in Baden-Württemberg vorhandenen Potenziale bei der Nutzung der Windenergie ausschöpfen zu können, reicht nach Auffassung des energiepolitischen Sprechers der Grünen im Landtag Franz Untersteller ein Nutzung von gesetzlichen „Spielräumen“ bei weitem nicht aus. „Das enge Korsett, in das die Landesregierung die Windenergie hierzulande gepresst hat, muss endlich aufgebrochen werden“ sagte Untersteller.
Obwohl in Rheinland-Pfalz mit ähnlichen geografischen Bedingungen das gleiche von Minister Pfister als Hemmnis angesehene Natur- und Immissionschutzrecht gelte wie in Baden-Württemberg, seien die Nachbarn um vieles erfolgreicher beim Ausbau der Windenergie. „Im ersten Halbjahr errichtete man in Rheinland-Pfalz 29 Windenergieanlagen auf jetzt 1051 Anlagen, in der gleichen Zeit wurden in Baden-Württemberg gerade einmal 3 Anlagen errichtet, die Gesamtzahl bleibt mit 363 weit hinter dem Nachbarland zurück“, sagte Untersteller. „Das ist das Zehnfache an Zubau – Baden-Württemberg behält unter den Flächenländern die rote Laterne.“ Wer die Windenergie hier voranbringen will, müsse das Landesplanungsrecht endlich so gestalten, dass die Chance, die die Windenergie in Baden-Württemberg tatsächlich hätte, auch genutzt werden kann.