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„Der überraschende Rückzug der EdF bei der EnBW bietet auch Chancen für Baden-Württemberg – und diese Chancen müssen wir als Land nutzen“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag Winfried Kretschmann. Jetzt, so Kretschmann, gehe es darum, für das Unternehmen Miteigentümer als Partner zu finden, die eine neue strategische Aufstellung des Unternehmens in Richtung zukunftsgerichtete Energiestrukturen mittragen und unterstützen. Rückblickend, so Kretschmann, zeige die kurzfristige Entscheidung der EdF, wie problematisch der seinerzeitige Verkauf an einen französischen Staatskonzern gewesen sei: „Wir haben schon damals darauf hingewiesen, dass für die EdF die EnBW nur ein kleines Rädchen in einem großen internationalen Konzern darstellt. Baden-Württembergische Interessen standen hier nie im Vordergrund.“
Der energiepolitische Sprecher der Grünen Franz Untersteller ergänzte: „Ich kann mir gut vorstellen, dass für einen Teil des Aktienpakets sowohl andere regionale Energieversorgungsunternehmen als auch ein Konsortium von Stadtwerken als mögliche Partner infrage kommen; dies würde ich sehr begrüßen.“
Als einen schlechten Stil bezeichnete Kretschmann die Tatsache, dass die Führung der Oppositionsfraktionen bei einer so gewichtigen Angelegenheit nicht vom Ministerpräsidenten, sondern über die Medien informiert wurde. Mappus Vorgänger hätten sich da anders verhalten.