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PRESSEMITTEILUNG

NR. 238/2010
Datum: 31. August 2010

Stuttgart-21-Gegner wären auf Gespräch mit Projektträger vorbereitet

Kretschmann, Winfried - neu 2

Trotz der Tatsache, dass am Mittwoch der Abrissbagger den Nordflügel des Stuttgarter Bahnhofs weiter zerstört, bereiten sich die Gegner des Projekts weiter auf die Aufnahme eines Gesprächs vor, zu dem der Fraktionsvorsitzende der Grünen und Ministerpräsident Mappus eingeladen haben. Die Delegation der Projektgegner  soll aus sechs bis sieben Personen bestehen. Neben Winfried Kretschmann als Einladender sind Vertreter von Bundes-, Landes- und Gemeindeebene der Grünen vorgesehen. Das Aktionsbündnis soll drei weitere Personen benennen.
Die Grünen erwarten, dass die in verschärfter Form fortgesetzen Abrissarbeiten bis zum Beginn des Gesprächs ruhen. Es müsse, so Werner Wölfle und Winfried Kretschmann, von Seiten der Bauträger ein klares Zeichen erfolgen, dass es ihnen ernst ist mit der Überwindung der Sprachlosigkeit zwischen Betreibern des Milliardenprojekts und der Bürgerinnen und Bürger auf der Gegenseite. "Es muss ein Zeichen geben: Jawohl, wir haben verstanden! Derzeit werden entgegengesetzte Signale ausgesendet. Wir haben den Eindruck, dass einigen Beteiligten der Ernst der Lage nicht klar ist."
Sollte sich bei einem ersten Gespräch ergeben, dass weitere Gespräche Sinn machen, wollen die Vertreter von Grünen und Aktionsbündnis folgende Themen als erstes ansprechen:  Offenlegung der  Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Neubaustrecke, Kosten des Gesamtprojekts Stuttgart 21 und Neubaustrecke, Leistungsfähigkeitsanalyse von Stuttgart 21 und dem dadurch neu entstehenden Netz (sma-Gutachten), Klärung der möglichen Ausstiegskosten,  Bewertung der geologischen Gutachten.