Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:

„Wir bitten Sie eindringlich, den Protest ernst zu nehmen und ihn nicht mit solchen Unterstellungen und Vorhaltungen vom Tisch zu fegen“, so antworten der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag Winfried Kretschmann und der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stuttgarter Gemeinderat Werner Wölfle auf den Brief der Projektbefürworter von Stuttgart 21. Umweltministerin Tanja Gönner, Oberbürgermeister Schuster, der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas Bopp und Volker Kefer, der Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG hatten das Angebot zu einem Spitzengespräch am 18.8. ausgeschlagen.
Die Grünen bedauern die abschlägige Antwort und schreiben in einem offenen Brief: „Die drei Stunden für ein Gespräch zwischen Gegnern und Befürwortern, um die Möglichkeit eines Moratoriums und einem offenen und transparenten Diskurs über Stuttgart 21 zu erörtern, ist sicherlich sinnvoll investierte Zeit, erst recht im Vergleich zu der Bauzeit von mindestens 10, wenn nicht gar 20 Jahren.“
Irritiert zeigten sie sich von der Tonlage und von den Unterstellungen des Antwortschreibens: „Richtiggehend geärgert hat uns Ihre Unterstellung, wir hätten nur eines im Sinn, nämlich das Thema in den Wahlkampf zu ziehen. Wir haben mit Bedacht das Ende der Konferenz auf Ende 2010 mit dem Ziel gesetzt, dass es eben nicht mitten in den Wahlkampf hineingerät.“
Die Grünen werden nicht müde in ihrem Bemühen, den Konflikt zu entschärfen, so endet der Brief mit den Worten: „Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unser Angebot doch noch mal unvoreingenommen prüfen könnten und zu einem Gespräch bereit wären.“