
NR. 225/2010
Datum: 20. August 2010

„Die von der Deutschen Bahn genannten Kosten für einen Ausstieg aus dem Projekt Stuttgart 21 von 73 Millionen Euro sind im Vergleich zu den vom Projektsprecher Wolfgang Drexler immer wieder genannten 1,4 Milliarden Euro Planungskosten doch geradezu die sprichwörtlichen Peanuts“, so Werner Wölfle der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag. Selbst wenn es seit dem Beginn der Arbeiten im Februar schon einen Fortschritt gegeben habe, so ist diese große Diskrepanz nicht zu erklären. Wölfle bezieht sich auf ein Geheimpapier, dass die Bahn im Dezember 2009 für Konzernchef Grube erstellt hat und das in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Rundschau zitiert wird.
Im Rahmen dieser Berechnungen wurden auch die Kosten für die Modernisierung des bestehenden Kopfbahnhofs neu ermittelt. Wölfle: „Der Unterschied zwischen den 340 Millionen Euro, die die Bahn errechnet hat, und den Milliardenbeträgen, die seit einiger Zeit von den Projektbefürwortern aufgerufen werden, ist nicht erklärbar. Die Bahn muss jetzt im Rahmen der versprochenen Informationsoffensive dringend die echten Zahlen auf den Tisch legen und darf nicht wie bisher brisante Papiere im Giftschrank verschließen.“