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„Es ist immer gut für eine Landesregierung, sich Rat von außen zu holen“, so die schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag Renate Rastätter. „Die Frage ist nur: Ist dieses Gremium das richtige und hat es den richtigen Auftrag? Die Besetzungsliste liest sich wie die Creme de la Creme der empirischen Bildungsforschung, allein es fehlen die Praktiker.“ So wäre es nach Ansicht der Grünen bei diesem Thema mehr als angemessen gewesen, mindestens auch eine Person zu berufen, die selbst Migrationshintergrund hat und zu diesen Fragen forscht, wie etwa die Heidelberger PH-Professorin Havva Engin. Außerdem fehle es weniger an grundlegendem Wissen als an praktischem Tun: „Schon vor zwei Jahren haben wir gefordert, junge Frauen und Männer mit Migrationshintergrund gezielt für den Lehrerberuf anzuwerben und zu begeistern." Rastätter: „Längst ist bekannt, dass solche Lehrerinnen und Lehrer große Vorbildwirkung auf Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben." Die Zahl solcher Lehrkräfte ist bislang sehr gering – trotzdem wären auch sie als Experten in einem Beratungsgremium der Landesregierung dringend notwendig. Aber vielleicht scheut die Landesregierung den Rat der Praktiker: Die könnten nämlich die Empfehlung geben, gerade bei benachteiligten Kindern aus Migrationsfamilien mit der viel zu frühen Selektion nach nur vier Jahren Grundschule endlich Schluss zu machen.