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PRESSEMITTEILUNG

NR. 186/2010
Datum: 14. Juli 2010

Bärbl Mielich: Schaden für Patienten und Wirtschaft im Land

Grüne: Erstattungsverbot für Homöopathie unsinnig

Mielich, Bärbl

„Dass gerade mal eine Woche nach der Anhebung des Krankenkassenbeitrags Leistungskürzungen diskutiert werden, ist empörend“, sagte Bärbl Mielich, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion. „Gerade homöopathische Mittel werden von Patienten und Patientinnen, die auf einen gesunden Lebensstil achten, nachgefragt und sind ein bedeutender Bestandteil der Komplementärmedizin“, so Mielich. Die Grünen wehren sich dagegen, dass ganzheitlich ausgerichtete Ansätze und Heilmittel komplett aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. aus ihren Wahltarifen gestrichen werden sollen. „Homöopathische Arzneimittel sind vielfach günstiger als schulmedizinische Präparate und meist nebenwirkungsfrei. Eine pauschale Kritik an homöopathischen Arzneimitteln ist daher völlig unangemessen“, so Mielich.
Zudem sei die Wahlfreiheit der Patienten und Patientinnen für die Grünen von zentraler Bedeutung: „Patienten wissen aus eigener Erfahrung meist am besten, was ihnen gut tut. Wir brauchen daher eher mehr anstatt weniger Therapie- und Arzneimittelfreiheit. Ein Erstattungsverbot für homöopathische Arzneimittel schadet den Patienten, aber auch der Wirtschaft im Land.“
In Baden-Württemberg seien die bedeutendsten Hersteller  für homöopathische Medikamente ansässig, so z.B. die Deutsche Homöopathische Union (DHU) in Karlsruhe, sowie Wala in Bad Boll, Weleda in Schwäbisch Gmünd und Heel in Baden-Baden. Bei Weleda existieren über 750 Arbeitsplätze, Wala beschäftigt 700 Menschen und die DHU hat über 400 Mitarbeiter. Bereits 2004 hat durch die Einschränkungen in der Erstattungsfähigkeit homöopathischer Arzneimittel der Druck auf die Unternehmen zugenommen. „Diese Betriebe gehören zu den Erfolgsfirmen in Baden-Württemberg“, so Mielich, „ihre Arbeitsplätze dürfen nicht durch gesundheitspolitisch unsinnige Aktionen gefährdet werden.“