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15. Juni 2010

Brigitte Lösch: Landesregierung hält an einem falschen Instrument fest

Grüne fordern Korrekturen im Landesprojekt 'Stärke'

Lösch, Brigitte

Da hilft alle Schönrederei nichts: Nur rund ein Fünftel aller Bildungsgutscheine wird eingelöst und dies vor allem von Personen, die vertraut sind mit Fortbildungsangeboten“, so Brigitte Lösch, die familienpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. „Das zeigt ganz deutlich, dass das Programm Stärke nicht angenommen wird.“
Die Gründe, die die Bildungsträger für die schlechte Beteiligung anführen, sind vielfältig. Ein Grund werde aber immer wieder genannt: die Zielgruppen, die die Träger ansprechen wollen, werden nicht erreicht. Drei Prozent der Mittel sollen jetzt in Werbung investiert werden, um den Bekanntheitsgrad von ‚Stärke‘ zu verbessern. Lösch: „Es ist höchst fraglich, ob Väter und Mütter in besonderen Lebenslagen mit einem speziellen Unterstützungsbedarf über einen weiteren Flyer nun erreicht werden können. Die Hürde ist nach wie vor sehr hoch: es besteht eine Komm-Struktur für die Kurse. Für viele Familien bedeutet dies noch zusätzliche Kosten.“
Viele Experten sind der Ansicht, dass ein Angebot nur mit einem guten persönlichen Kontakt gelingen kann. „Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, das Geld nicht in die Werbung, sondern in die aufsuchende Arbeit zu investieren“, so  Brigitte Lösch und fordert weitreichende Korrekturen ein. „Statt die Gelder in nicht angenommene Bildungsgutscheine zu stecken, sollten diese lieber für niedrigschwellige Angebote zur Unterstützung von Familien in besonderen Lebenslagen genutzt werden.“

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