Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:

„Der drohende Ärztemangel in Baden-Württemberg ist lange bekannt“, so Bärbl Mielich, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. „Jetzt, um fünf vor zwölf, bewegt sich endlich etwas.“ Die Grünen werfen der Landesregierung ein zu zögerliches Handeln vor, um die Gesundheitsversorgung auf dem Land zu sichern. „Schon jetzt gibt es Gemeinden, die keine wohnortnahe Versorgung mehr haben“, so Mielich. Allerdings müssten auch die Landkreise, die oftmals Träger stationärer Einrichtungen sind, ebenfalls aktiv werden. „Um die Gesundheitsversorgung auf dem Land zu sichern, muss sektorenübergreifend gedacht werden. Im Zusammenspiel von Krankenhäusern, niedergelassenen Medizinern und Pflege müssen integrierte Versorgungsstrukturen entwickelt werden. Dazu gehören alle Akteure an einen Tisch um zu ermitteln, welche Angebote in einer bestimmten Region vorgehalten werden müssen“, so Mielich.
Die Grünen sehen darüber hinaus ebenfalls die Notwendigkeit, den Beruf des Landarztes attraktiver zu gestalten. Teilzulassungen, Rotationssysteme, Umsatzgarantien und geregelte Notdienste z.B. durch regionale Notfallpraxen gehören zu den wichtigsten Maßnahmen. Darüber hinaus wollen die Grünen mehr Lehrstühle für Allgemeinmedizin an den baden-württembergischen Universitäten einrichten. „Noch immer fristet die Allgemeinmedizin im Studium ein Schattendasein“, so Mielich. „Wir müssen das Problem fehlender Allgemeinmediziner daher auch schon im Vorfeld angehen.“