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Die von der Landesregierung in die Wege geleitete Verbesserung der Lernbedingungen an den Schulen ist nach Ansicht der Grünen ein Schritt in die richtige Richtung. "Für die individuelle Förderung brauchen wir ohne Zweifel kleinere Klassen und flexible Gruppenbildungen", sagte Renate Rastätter, schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. Die Absenkung des Klassenteilers schaffe zwar auch kleinere Klassen, löse aber nicht das Problem, dass es auch weiterhin eine große Spreizung zwischen großen und kleinen Klassen gibt. So werde es beispielsweise an den Grundschulen durch die Absenkung des Klassenteilers auf 28 zwar Klassen von 13 und 14 Schülern, aber an anderen Schulen Klassen mit 27 Schülerinnen und Schülern geben. Insbesondere mehrzügige große Grundschulen werden auch weiterhin sehr viel größere Klassen als viele einzügige Grundschulen haben, die eine große Kasse in zwei kleine teilen können. In gleicher Weise sind auch die weiterführenden Schulen beim Absenken des Klassenteilers auf 31 Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr betroffen.
Deshalb sprechen sich die Grünen dafür aus, ab dem kommenden Schuljahr die zusätzlichen Lehrerstellen lieber für eine Zuweisung nach der Anzahl der Schülerinnen und Schüler einer Schule vorzunehmen. Wenn dabei gleichzeitig die maximale Klassengröße auf 23 Schüler an den Grundschulen und 28 Schüler an den weiterführenden Schulen verknüpft wird, können gerechtere Lernbedingungen an allen Schulen geschaffen werden. Außerdem verlangen die Grünen, dass bei dieser Pro-Kopf-Zuweisung von Lehrerstunden an die Schulen auch der Sozialindex der Schulen berücksichtigt wird. Schulen mit einem hohen Anteil an Kindern aus bildungsfernen Familien mit geringem Einkommen bzw. aus Familien mit Migrationshintergrund brauchen ein Zusatzbudget, weil sie größere pädagogische Anforderungen für die individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler haben. "Durch diese neuen Zuweisungsmodalitäten können die zusätzlichen Lehrerstunden effizienter und gerechter eingesetzt werden", so Renate Rastätter.
Genauso wichtig wie die Absenkung des Klassenteilers halten die Grünen aber auch die Einbeziehung von Heilpädagogen und Sonderpädagogen an den Grundschulen. Die Grundschule als Schule für alle Kinder kann damit noch mehr als in der Vergangenheit alle Kinder in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit optimal fördern. Chancengleichheit beginnt in der Grundschule.