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"Baden-Württemberg ist Schlusslicht in Sachen Transparenz bei der Gentechnik", kritisiert Bernd Murschel, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag. "Andere Bundesländer wie Hessen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Thüringen nennen Ross und Reiter - von der betroffenen Maissorte über das Herkunftsland bis zur Partiebezeichnung. Baden-Württembergs Agrarministerium unter Federführung des neuen Ministers Rudolf Köberle tappt gleich in die erste Transparenzfalle: Als einziges Bundesland gibt die Landesregierung auf eine Anfrage nach Umweltinformationsgesetz von Bioland und Greenpeace nicht einmal die Maissorten preis."
Nach Informationen der Grünen handelt es sich bei diesen Maissorten wie schon 2009 um MON810 (drei der vier belasteten Proben), zudem um MON810+MON88017 (eine der belasteten Proben). Murschel hatte diese Informationen erst vor wenigen Tagen als Antwort auf eine eigene parlamentarische Initiative erhalten.
"Erneut beschäftigen Produkte der Firma Monsanto unsere Untersuchungsämter. Es wäre wünschenswert, wenn sich Minister Köberle offen für Nullsummentoleranz bei Saatgut und für gentechnikfreie Regionen in Baden-Württemberg einsetzen würde. Stattdessen verheimlicht er vorhandene Angaben - das widerspricht seiner Funktion als Verbraucherminister des Landes", so Murschel.