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9. März 2010

Renate Rastätter: Geplante Stundenkürzungen an Ganztagsschulen sind inakzeptabel

Grüne: Unpopuläre Entscheidung erst nach der Landtagswahl

Rastätter, Renate-neu

Die Landesregierung hat bei den geplanten Stundenkürzungen an Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung aufgrund des großen Drucks - u.a. vonseiten der grünen Landtagsfraktion - nachgegeben - allerdings nur für ein weiteres Schuljahr. Ursprünglich waren für die Landesregierung Stundenkürzungen an Brennpunkt-Ganztagsschulen für das kommende Schuljahr schon beschlossene Sache: Die zusätzlichen 10 Lehrerstunden an sogenannten "Alterlass"-Ganztagsgrundschulen, die unter besonderen sozialen und pädagogischen Aufgabenstellungen arbeiten, sollten auf 6 Stunden gekürzt werden; Ganztagshauptschulen sollten statt 7 nur noch 5 zusätzliche Stunden erhalten.
Diese Einschnitte hat die Landesregierung laut einer Pressemitteilung des Kultusministeriums noch einmal zurückgenommen - doch lediglich für das Schuljahr 2010/11. Danach sollen sich diese Schulen an das Landeskonzept anpassen, womit nichts anderes gemeint ist, als dass sie dann diese Kürzungen hinnehmen müssen. Renate Rastätter, schulpolitische Sprecherin der Grünen: "Mit diesem Jahresaufschub zeigt sich klar, dass sich die Landesregierung bei unpopulären Entscheidungen über die Landtagswahl retten will."
Renate Rastätter kritisierte die geplanten Kürzungen scharf. "Es gibt absolut keinen Grund, die Zuweisung von zusätzlichen Lehrerstunden an den Brennpunkt-Ganztagsgrund- und -hauptschulen zeitlich zu begrenzen. Aus Sicht der Grünen ist es inakzeptabel, auf Kosten der schwächsten und förderbedürftigsten Schülerinnen und Schüler zu sparen. Daran ändert auch der verschobene Zeitpunkt der Sparmaßnahme nichts. Diese Schulen brauchen für ihr pädagogisches Konzept Verlässlichkeit. Die Grünen fordern deshalb, dass die Lehrerstunden für die betroffenen Schulen dauerhaft in vollem Umfang erhalten bleiben und werden sich weiterhin dafür einsetzen."

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