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"Drastisch verringert hat das Ministerium die Flächen, in denen der Maisanbau bei Käferbefall verboten ist", moniert der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Dr. Bernd Murschel die neue Vorschrift. "Das ist erneut eine verpasste Chance, den Maiswurzelbohrer konsequent aufzuhalten. Die Strategie des Gifteinsatzes von Agrarminister Hauk ist gescheitert - aber er verkleinert die sogenannten "Befallsflächen" von bisher zwei bis vier Kilometer Durchmesser auf rund 200-400 Meter Durchmesser. Das würde allein im Ortenaukreis mit seinen 20 Befallszonen Gift statt Fruchtfolge auf knapp 6.000 Hektar bedeuten", so Murschel. Der Einsatz des Pestizids "Biscaya" auf 1.000 ha habe schon 2009 nichts gebracht - das Ministerium fahre daher die falsche Strategie.
Der verbraucherpolitische Sprecher der Grünen, Reinhold Pix, kritisiert Hauk wegen dessen Informationspolitik: "Die Polizisten vor Ort teilen uns mit, sei fühlten sich vom Land schlecht informiert. Die Vorschriften zur Fruchtfolge sind in den Befallszonen verschlechtert, für die großflächigen Sicherheitszonen nur halblebig. Der Gifteinsatz wird zunehmen - anstelle 1.000 ha mit dem Pestizid "Biscaya" werden es 2010 laut Einschätzung mancher Bauern Tausende von Hektar sein, die mit Biscaya behandelt werden - anstelle dass der Minister endlich auf eine Fruchtfolge setzt, die ihren Namen verdient: einmal alle drei Jahre Mais. Der Minister vernebelt die Realität anstelle allen Beteiligten reinen Wein einzuschenken. Denn bei einer Fruchtfolge, die nur jedes dritte Jahr Maisverzicht vorschreibt, ändert sich in der Oberrheinebene fast nichts und der Maiswurzelbohrer breitet sich weiter aus."