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Die Stadt Stuttgart hat eine am 27. März in der Stuttgarter Liederhalle geplante „Bundesweite Liga für Computerspiele“, veranstaltet durch die Electronic Sports League (ESL), abgesagt. Bei der Veranstaltung hätten Einzelspieler sowie Mannschaften „Warcraft 3“ und „Counter-Strike“ live vor Publikum spielen sollen. Der medienpolitische Sprecher der Grünen im Landtag Jürgen Walter hat den Schritt der Stadt Stuttgart ausdrücklich begrüßt. „Es hat den Veranstaltern wohl an der nötigen Sensibilität gefehlt, sonst wären sie selbst darauf gekommen, wie instinktlos eine solche Veranstaltung eine Woche nach der zentralen Trauerfeier in Winnenden ist“, sagte Jürgen Walter.
Da solche Spiele heutzutage eine hohe Popularität insbesondere bei vielen Jugendlichen haben, müssen nach Ansicht Walters sowohl die Politik als auch die Gesellschaft als Ganzes mit denjenigen, die solche Killerspiele herstellen, vertreiben, spielen oder solche Events öffentlich veranstalten, in einen Dialog treten. Walter: „Das größte Tabu zivilisierter menschlicher Gesellschaften ist das Töten von Menschen: Bei solchen Spielen wird dies virtuell, aber trotzdem auf höchst realistische Weise eingeübt. Die Debatte, wie die Gesellschaft zukünftig damit umgehen will, hat gerade erst begonnen. Die Stadt war gut beraten, zum jetzigen Zeitpunkt nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen.“