Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg

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ESL-Milch

16. Januar 2009

Reinhold Pix: "Immer häufiger alte Milch in neuen Schläuchen"

In vielen Supermarktregalen gibt´s keine echte Vollmilch mehr

Pix, Reinhold

"Die sogenannte ESL-Milch muss deutlich gekennzeichnet werden ", fordert der verbraucherpolitische Sprecher der Grünen im Landtag Reinhold Pix. Er kritisiert Discounter und Einzelhandelsketten in Baden-Württemberg: "Viele Supermärkte verkaufen überhaupt keine echte Frischmilch mehr, der Verbraucher wird entmündigt." Bezeichnungen wie "hält länger frisch" oder "maxi frisch" nennt Pix "Mogelpackungen". Diese "Irreführung der VerbraucherInnen" hat der grüne Abgeordnete bereits im Dezember in einer Anfrage thematisiert.
ESL ist die Abkürzung für "Extented Shelf Life", in diesem Verfahren wird die Milch weitaus stärker erhitzt als frische Vollmilch, dabei gehen wertvolle Vitamine verloren. Viele Verbraucher beklagen sich zudem über den Kochgeschmack, der entsteht, wenn Milch auf 127 Grad Celsius erhitzt wird. Reinhold Pix fordert die zuständige Bundesministerin Aigner auf, umgehend eine Kennzeichnung für ESL-Milch vorzuschreiben. Pix: "Der begriff darf nicht mehr auftauchen. Denn ESL Milch ist wie alte Milch in neuen Schläuchen. Der Verbraucher kauft teilweise bis zu vier Wochen alte Milch aus dem Frischeregal", so Pix.
"Selbst Bio-Milch bleibt von diesem Trend nicht verschont und wird mit dem neuen Verfahren behandelt"; hat Pix beobachtet, "wir appellieren an Bio-Molkereien und Bio-Großhändler, den Verbrauchern die Wahl zu lassen und auf ein vielfältiges Angebot an Milch zu setzen."

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