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„Mit großer Sorge beobachten wir die Vorgänge im Stuttgarter Pressehaus“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag Winfried Kretschmann. Wie jetzt bekannt wurde, plant die Südwestdeutsche Medienholding, einen rigiden Sparkurs umzusetzen. 200 Mitarbeiter der Redaktionen von Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten und Sonntag aktuell haben ihrer Geschäftsführung das Misstrauen ausgesprochen. In der Medienholding erscheinen zahlreiche Zeitung; u. a. die beiden Stuttgarter Zeitungen und die Süddeutsche Zeitung.
„Sollte tatsächlich die Stuttgarter Zeitung den politischen Teil von der Süddeutschen Zeitung beziehen und die beiden Stuttgarter Zeitungen gemeinsame redaktionelle Teile veröffentlichen, dann ist die noch intakte Pressevielfalt in Baden-Württemberg in größter Gefahr. Die ist aber für das Funktionieren einer Demokratie dringend notwendig“, warnt Kretschmann, „und die Demokratie zahlt den Preis für die überzogenen Renditeerwartungen, die im Übrigen auch die Hauptursache für die globale Finanzkrise sind.“ Die Tatsache, dass der Verlag 15 Millionen Euro davon alleine 5 Millionen in den Redaktionen einsparen will, könne nur mit einem erheblichen Verlust von Kompetenz einhergehen, das wiederum gehe zu Lasten der Zeitungsleser. Kretschmann weiter: „Qualitätsjournalismus buchstabiert sich anders, und nur mit einer qualitativ hochwertigen Berichterstattung können die Zeitungen auch neue Leserkreise erschließen.“