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„Der Umgang der Landesregierung mit dem Dioxinskandal aus Irland zeigt, dass der zuständige Minister Hauk nicht wirklich am Thema Verbraucherschutz interessiert ist,“ kommentiert der verbraucherpolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion Reinhold Pix die jüngsten Presseveröffentlichungen des Ministeriums für ländlichen Raum. Darin hatte Minister Hauk zugestanden, dass Zwischenhändler und Schlachthöfe in Baden-Württemberg auf den Lieferlisten norddeutscher Großhändler stehen, die auch Fleisch aus Irland vertrieben haben. Dazu bestehe die Gefahr, dass verarbeitete Produkte aus den weit über 1.000 Tonnen irischem Fleisch, die bundesweit geliefert wurden, in den baden-württembergischen Handel gelangt seien, oder noch gelangen könnten. Die Suche müsse sich auch Rindfleisch erstrecken, hatte Irland kürzlich erst bekannt gegeben, dass auch Rindfleisch von der Dioxinverseuchung betroffen sei.
„Worüber spricht da der Minister, wenn er behauptet, es sei nicht oder nur geringfügig für die Verbraucher gefährlich. Abgesehen davon dauern die Untersuchungen bis zu 14 Tagen“, so Pix. „Weder in Geschwindigkeit noch Wertigkeit ist die Reaktion des Ministers angemessen. Eigentlich wäre jetzt die Lebensmittelkontrolle gefragt, die ist jedoch immer noch nicht ausreichend ausgestattet.“
„Jetzt kaufen viele Bürger schon das Fleisch für die Festtage, doch das klassische Schäufele kann zu Weihnachten zur bitteren Kost werden“ warnt Pix, „schließlich ist das gefundene PCB (Polychlorierte Biphenyle) nicht nur direkt beim Verzehr belasteter Fleischprodukte schädlich, sondern vor allem durch seine Anreicherung im Fettgewebe der Menschen.“ Nicht umsonst sei PCB schon 2001 mit dem sogenannten „Dreckigen Dutzend“ der besonders gefährlichen organischen Giftstoffe verboten worden.