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„Wir begrüßen nachdrücklich, dass das Land nicht für Formel-1-Rennen am Hockenheimring bezahlen wird“, sagte Ilka Neuenhaus, sportpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. „Außerdem fordern wir wie die Grünen im Gemeinderat der Stadt Hockenheim, keine Rennen mehr am Hockenheimring durchzuführen und aus der Formel I auszusteigen.“ Auf eine Anfrage an die Landesregierung zu den finanziellen Zusagen des Landes an Hockenheim hatte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Richard Drautz geantwortet: „Von der Landesregierung wurde der Stadt Hockenheim gegenüber keine Bereitschaft signalisiert, Defizite aus Formel-1-Rennen zu übernehmen. Eine rechtliche Verpflichtung des Landes, die bei der Stadt Hockenheim dadurch entstehenden Defizite zu finanzieren, besteht nicht.“
Die Landesregierung gibt zu, dass die aus Formel-1-Veranstaltungen resultierenden finanziellen Belastungen für die Gesellschaft der Hockenheimring GmbH insbesondere für die Stadt Hockenheim dauerhaft nicht tragfähig seien. Die von der Formula One Administration (FOA) des Formel I – Moguls Bernie Ecclestone gestellten Konditionen für die Durchführung eines Formel1 Rennens werden praktisch von keinem Veranstalter erwirtschaftet. In Hockenheim mussten die Verluste durch die Formel 1-Lizenz (5,3 Mio. in 2008) schon in der Vergangenheit durch die profitable Vermarktung der Rennstrecke als Test- und Übungsstrecke für Automobilfirmen und ADAC sowie für Großveranstaltungen wie Open-Air-Konzerte, Messen, Tagungen und andere Motorsportveranstaltungen wie die DTM, ausgeglichen werden.
„Es kann doch nicht sein, dass der Hockenheimring an 330 bis 340 Tagen im Jahr profitabel ausgelastet wird, nur um am Ende die Konten der FOA zu füllen“, so Neuenhaus. Und weiter: „Die Stadt Hockenheim wird nach einem möglichen Ausstieg aus der Formel 1 finanziell eher besser dastehen als jetzt. Staatliche Subventionen wären ein völlig falsches Signal und eine unsinnige Interpretation von Wirtschaftsförderung.“
Zudem weist Ilka Neuenhaus darauf hin, dass im Schatten des Klimawandels Veranstaltungen, in deren Mittelpunkt hochgezüchtete, rasende Autos stehen, die Klimaschutzbemühungen konterkarieren, selbst wenn die FOA sich durch die Unterstützung von Aufforstungsprojekten aus der Verantwortung freikaufen möchte.