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  1.  Pressemitteilung

Migration

26. November 2008

Grüne zu Mikrozensus MigrantInnen: Bildung und Ausbildung gezielt fördern

Werner Wölfle: Das Land kann sich die Verschwendung keines einzigen Talentes leisten!

Wölfle, Werner

Das heute vom Statistischen Landesamt vorgestellte Zahlenmaterial des Mikrozensus 2007 spricht eine deutliche Sprache, so der integrationspolitische Sprecher der Grünen im Landtag zum heute vorgelegten Datenmaterial über die Situation von MigrantInnen. . In Baden-Württemberg verfügt jeder Vierte über einen Migrationshintergrund, bei der Gruppe der Jugendlichen bis zu 18 Jahren sogar jeder Dritte. In der Gruppe der jungen 25-35jährigen Migranten haben 32% keinen beruflichen Ausbildungsabschluss und verfügen im Vergleich ihrer Altersgenossen ohne Migrationshintergrund grundsätzlich über eine geringere berufliche Qualifikation. Die Folgen sind eine niedrigere Erwerbsbeteiligung in geringqualifizierten Berufen sowie eine höhere Erwerbslosenquote.
Bildung und Arbeitsmarktbeteiligung sind die wesentlichen Faktoren für eine gelungene Integration. Erschreckend muss hier festgestellt werden, dass die Bildungs- und Arbeitsmarktbeteiligung der 2. und 3. Generation im Vergleich zur ersten schlechter statt besser werden. Die Haupt- und Sonderschulen sind MigrantInnenschulen. Und das trotz langer Aufenthaltsdauer und teilweise sogar Geburt in Deutschland. Gerade in Anbetracht der großen Herausforderungen des demographischen Wandels spielt die Gruppe der jungen MigrantInnen eine Schlüsselrolle.
Die Landesregierung dürfe nicht länger die Augen verschließen und müsse wenn auch mit 20jähriger Verspätung nachhaltig in die Zukunftsaufgabe Integration investieren, forderte Wölfle. Die Abkehr vom selektiven dreigliedrigen Schulsystem und langfristige im Haushalt verankerte Maßnahmen zur Förderung der Bildungs- und Ausbildungssituation der MigrantInnen seien dringender denn je. Für die 1. und teilweise 2. Generation, die schon im Rentenalter ist, ist es zu spät.
Wölfle: „Die Landesregierung muss endlich handeln. Ein Konjunkturprogramm, das sich lohnt. Baden-Württemberg kann sich die Verschwendung keines einzigen Talentes leisten!“

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