Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg

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  1.  Pressemitteilung

Fasenensterben

7. November 2008

Nach den Bienen sterben die Fasane

Grüne machen Clothianidineinsatz für Fasanensterben verantwortlich

Pix, Reinhold

In der Rheinebene ist nach den Bienen eine weitere Tierart vom Clothianidineinsatz betroffen. Die Jäger beklagen dort ein massives Fasanensterben. Von den Tieren, die dort mit viel Engagement angesiedelt wurden, habe kaum eines überlebt, Jungvögel seien verhungert. „Es war abzusehen, dass der massive Pestizideinsatz weitere Folgen haben wird", ist sich der grüne Landtagsabgeordnete Reinhold Pix sicher. Über die Nahrungskette pflanze sich die Katastrophe weiter fort. „Den Jungfasanen ist durch das Abtöten der Insekten durch Clothianidin die Futtergrundlage weggebrochen", begründet Pix einen Antrag an die Landesregierung. Darin fordert er, den Einsatz clothianidinhaltiger Beizmittel endlich zu verbieten. Ungeklärt sei auch, ob Wildbret von Frischlingen aus der Region in den Handel gelangt sei, das möglicherweise mit Clothianidin belastet war. „Während sich der Maiswurzelbohrer lustig weiter ausbreitet, den das Pestizid eigentlich abtöten soll, sterben uns die Bienen und die Fasanen weg", kritisiert Pix die Untätigkeit der Regierung. „Wir brauchen  dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik weg von der Chemie hinzu naturverträglichen Methoden.“ In der Schweiz habe man den Maiswurzelbohrer durch die konsequente Einhaltung der Fruchtfolge im Griff. „Dafür muss kein Tier sterben.“ Die Grünen fordern vom Landwirtschaftsminister Hauk, diese Methode anzuordnen und natürliche Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen in geeigneter Weise zu fördern.

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