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Nach Auffassung der hochschulpolitischen Sprecherin der Grünen im Landtag Theresia Bauer sind die Ergebnisse der bislang unveröffentlichten Studie des "Hochschul- Informations-System (HIS) für das Bundesbildungsministerium über den Rückgang der Studienanfänger höchst alarmierend. "Wenn bereits 18.000 studienberechtigte Abiturientinnen und Abiturienten nicht studieren, obwohl zum Zeitpunkt der Studie erst 2 Bundesländer Studiengebühren hatten, kann man sich lebhaft vorstellen, wie miserabel heute die Zahlen aussehen", sagte Theresia Bauer.
In Baden-Württemberg käme hinzu, dass der lokale NC weitere Rückgänge der Studienanfänger zu Folge hat: "Zehn Prozent der Studienplätze in NC-Fächern waren letztes Semester unbesetzt. Das zeigt, es hapert bei den Auswahlverfahren im Lande. Hier läuft etwas gewaltig schief, denn auch in Baden-Württemberg sinkt die Studierquote. Dies kann sich unser Land nicht leisten. Ich fordere die Landesregierung erneut auf, sofort Gegenmaßnahmen zu ergreifen."
Die Studie bestätige ihre seit Monaten vorgetragene Befürchtung, dass die Zahl der Studienanfänger nicht mit der Zahl der Studienberechtigten Schritt hält. Erkennbar und besonders bedenklich sei dabei die soziale Selektion, die von der HIS-Studie ebenfalls festgestellt wurde: Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien nehmen deutlich weniger ein Studium auf, während Abiturienten aus Akademikerfamilien weiterhin ein Studium ergreifen. Hier wirken beide Faktoren zusammen: Die Verknappung der Studienplätze durch die Universitäten selbst durch NCs, und die soziale Belastung durch die Studiengebühren", vermutet Theresia Bauer.
Bauer: "Gerade der Rückgang bei den bildungsfernen Schichten an den Studienanfängern ist höchst bedenklich. Eklatant auch die soziale Auslese bei Kindern mit Migrationshintergrund - man muss schon sehr durchsetzungsfähig sein, wenn man als Kind von Immigranten an der Uni landen will."
Bauer forderte ferner, dass die Studienfinanzierung nachfrageorientiert sein müsse nach dem Prinzip: "Geld folgt den Studierenden", sonst handeln die Hochschulen immer mehr nach dem Motto 'Klein aber fein'."