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Die Landesregierung hat den laufenden Versuch mit einem 60-Tonner-Lastzug der Daimler AG Ende September auslaufen lassen. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag Werner Wölfle: „Höchste Zeit, dass die Riesenlaster jetzt auch in Baden-Württemberg wieder von den Straßen verschwinden. Solche Monstertrucks mögen eine richtige technische Lösung für das australische Outback sein, in unserem dicht besiedelten Land mit engen Ortsdurchfahrten haben sie nichts zu suchen.“ Wölfle hatte beantragt: „Keine weiteren Modellversuche mit Monstertrucks", als Antwort auf den Antrag teilte die Landesregierung jetzt mit, dass es keine weiteren Versuche dieser Art in Baden-Württemberg mehr geben wird.
Das Land folgt damit einem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz vom vergangenen Jahr, dass „eine Empfehlung für eine allgemeine Zulassung von modularen Nutzfahrzeugen in Deutschland nicht ausgesprochen werden“ kann und dass „bestehende Modellversuche planmäßig zu Ende zu führen und neue Versuche nicht zuzulassen“ sind. Der Grund hierfür war ebenfalls Teil des Beschlusses: „Die Verkehrsministerkonferenz hält darüber hinaus den Einsatz von schweren Fahrzeugen, die über die derzeit allgemein zugelassenen Gesamtgewichte hinausgehen, wegen des sich erheblich erhöhenden Risikos für die Verkehrssicherheit und der nicht ausreichenden Tragfähigkeitsreserven der Brückenbauwerke für nicht vertretbar.“ Die baden-württembergische Landesregierung stimmte diesem Beschluss zu.
Werner Wölfle fordert als Konsequenz ein klares Bekenntnis zur Verlagerung des Güterverkehrs auf Schiene und Wasser: „Die Landesregierung bleibt unverbindlich und duckt sich weg.“ Auf die Frage, ob sie die Absicht habe, weitere Modellversuche zu genehmigen, lautete die ausweichende Antwort: „Dies ist aktuell nicht beabsichtigt.“ Wölfle: „Dieses schwammige Statement ist keine Antwort. Wir fordern von der Landesregierung eine klare Position und einen Einsatz bei der EU dafür, dass die Monstertrucks europaweit untersagt bleiben.“