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„Das energiepolitische Koordinatensystem von Wirtschaftsminister Pfister und Umweltministerin Gönner stimmt nicht. Darum bleibt ihr Einsatz für die Erneuerbaren Energien und Energiesparen halbherzig und zu wenig wirkungsvoll“, so kommentiert Franz Untersteller, energiepolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag, den für morgen von der Landesregierung veranstalteten Energietag. „Von heute bereits 13% will die Landesregierung lediglich auf einen Anteil von 20% Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2020 kommen, was einem jährlichen Zuwachs von weniger als 0,6% entspricht. Wer wie die Landesregierung nur auf eine Laufzeitverlängerung alter Atommeiler schielt und die Interessen der großen Energieversorger im Blick hat, bringt Neues nicht voran“, so Untersteller
Dies gelte zum Beispiel für das wichtige Ziel, den Stromverbrauch zu senken. Sowohl für Erfolge im Klimaschutz als auch für die Stabilisierung der Energiekosten in den privaten Hauhalten sei dies entscheidend, so Untersteller.
Er schlägt vor:„Umwälzpumpen in Heizungsanlagen verursachen in Privathaushalten zwischen 5 und 10% des Stromverbrauchs – mit drehzahlgesteuerten Pumpen kann 80% davon weggespart und der Geldbeutel der Haushalte entsprechend entlastet werden. Das Wirtschaftsministerium selber sieht hier ein bundesweites Einsparpotenzial in der Größe der Jahresproduktion von zwei Atomkraftwerken. Jetzt muss endlich eine breit angelegte Informationskampagne des Landes auf den Tisch die dieses Potenzial mobilisiert.“ Auch über intelligente Stromzähler und tageszeitlich differenzierte Tarife werde schon lange geredet, aber es passiere zu wenig. Sie wären ein entscheidender Beitrag dazu, dass mit einer anderen Verteilung des privaten Stromverbrauchs die Erneuerbaren Energien besser genutzt werden können. Untersteller: „Das Land muss in einer Vereinbarung mit den wichtigsten Stromversorgern erreichen, dass intelligente Stromzähler im Land flächendeckend ein gesetzt und neue Tarife angeboten werden“ Abschließend stellte Untersteller fest: „Mehr Erneuerbaren Energien und mehr Energie einsparen wollen Pfister und Gönner. Reden ist gut, aber nur mit Handeln wird daraus eine moderne Energiepolitik.“