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  1.  Pressemitteilung

26. August 2008

Grüne kritisieren: Ökomonitoring nicht repräsentativ

MdL Reinhold Pix: „Minister Hauk muss Umstellung auf Ökolandbau unterstützen“

Pix, Reinhold

Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung schneiden deutlich besser ab, als konventionelle Produkte. Dafür verantwortlich allerdings sei, nach Meinung des verbraucherpolitischen Sprechers der Landtagsgrünen Reinhold Pix, nicht das wenig repräsentative Ökomonitoring der Landesregierung, sondern vorrangig die strengen Anbau- und Warenflusskontrollen.
Pix vermisst aber vor allem ein deutliches Bekenntnis der Landesregierung zum Ökolandbau. Vielmehr verzerre das von Minister Hauk vorgestellte Ökomonitoring die tatsächlichen Verhältnisse und stelle Rückstände in baden-württembergischen Produkten fest. Hauk selbst habe erklärt, es seien explizit risikoorientierte Proben genommen worden, eine statistische Aussage, ließe sich daraus nicht ableiten. "Aber dann diskreditiert er den heimischen Markt für Biolebensmittel doch und zwar, aufgrund weniger Proben, völlig zu unrecht. Das schadet mehr als es nützt.", krisitierte Pix. „Offensichtlich verwechselt die Landesregierung ein repräsentatives Monitoring mit gezielten Lebensmittelkontrollen.“
Das darüber hinausgehende Problem ist für den grünen Verbraucherpolitiker aber, dass  die Menschen hierzulande oft nur klimarelevante Überseeprodukte und Gemüse aus marktfernen Exportländern kaufen könnten, obwohl bei einheimischen Produkten die geringste Belastung vorläge. Aufgrund der unzureichenden Förderpraxis des Landes führe die anhaltende Nachfrage nicht zu einer Steigerung der Anzahl von Biobetrieben. Dazu komme, dass die regionalen kleinen Direktvermarkter der Konkurrenz der Discounter nicht standhalten könnten. "Das Sterben der Hofläden hat begonnen", warnt Pix. "Wenn Hauk das jährliche Ökomonitoring benutzt, um seine verfehlte Landwirtschaftspolitik zu rechtfertigen, erweist er dem Land einen Bärendienst." Der Standort Baden-Württemberg gerate immer mehr ins Hintertreffen.
„Nur bei Biolebensmitteln weiß der Verbraucher was er kauft und isst. Minister Hauk muss endlich die Konsequenzen aus der fortschreitenden Entwicklung ziehen und den Ökolandbau massiv unterstützen. Die Umstellung und erforderliche Investitionsmaßnahmen müssen finanziell gefördert werden.  Auch die Mittel aus der Forschung in Agrogentechnik, die von den Verbrauchern abgelehnt wird, müssen umgewandelt werden für Forschung beim Ökolandbau, fordert die Grüne Landtagsfraktion.
Pix fasst zusammen:" Minister Hauk kann eins und eins nicht zusammen zählen. Deshalb verpasst Baden-Württemberg die Chance, die Nachfrage nach Qualitätslebensmitteln zu decken, zum Nachteil der Verbraucher und der heimischen Wirtschaft."

 

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