
NR. 240/2008
Datum: 23. Juli 2008

„Die Giftstrategie von Landwirtschaftsminister Hauk bei der Bekämpfung des Maiswurzelbohrers bringt gigantische Kollateralschäden bei Bienenvölkern und anderen Insekten vor allem am Oberrhein mit sich. Zudem hat sie - wie zu erwarten - versagt, wie die neuesten Nachweise des Maiswurzelbohrers im Ortenaukreis belegen“, so der grüne Landtagsabgeordnete Reinhold Pix den erneuten Nachweis des genannten Insektes in der Ortenau. Aufgrund seiner in Maismonokulturen weltweit angerichteten Schäden wird der Maiswurzelbohrer auch "Milliarden-Dollar-Käfers" genannt.
"Spätestens jetzt", so Pix, "müsste Minister Hauk umdenken und auf eine konsequente dreijährige Fruchtfolge anstelle auf Pestizideinsatz setzen, wie von den Grünen mehrfach gefordert und in der Schweiz längst praktiziert. Ohne Fruchtfolge wird sich der Maiswurzelbohrer in der Oberrheinebene in einigen Jahren flächig ausbreiten", prognostiziert Pix, der selbst seit 25 Jahren Weinbau in der Oberrheinebene betreibt.
Pix ist davon überzeugt, dass auch im Oberrheingraben mit mehrjähriger Fruchtfolge bäuerliche Einkommen nachhaltig gesichert werden können und fordert Hauk auf, sich endlich als Sachverwalter bäuerlicher Landwirtschaft, Imkern, Naturschutz und Verbraucherschutz zu profilieren.
"Es liegt in der Kompetenz des Landes, und das aktuelle Urteil des Verwaltungsgerichtes Freiburg bekräftigt dies, zum Schutz gegen den Maiswurzelbohrers Fruchtfolge anstelle von Pestizideinsatz vorzuschreiben. Minister Hauk sollte dies nach dem Vorbild des Bodenseeraumes nun auch für die Sicherheitszonen in der Oberrheinaue vorschreiben - mit mindestens 10 km Abstand zum Fund des Maiswurzelbohrers."
Als "Zynismus" bezeichnet Pix die neuerlichen Aussagen Hauks, dass beim Einsatz von Clothianidin keine Gefährlichkeit für Bienen bestehe. „Damit zeigt Hauk, dass er sich selbst endgültig und eindeutig zum Handlanger von Bayer und Syngenta degradiert hat."