Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg

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  1.  Pressemitteilung

Mittelverteilung

22. Juli 2008

Brigitte Lösch (Grüne): „Elternnachfrage muss im Mittelpunkt stehen“

Grüne zur Umstellung der Kindergartenförderung

Lösch, Brigitte

Als „längst überfälligen Schritt“ bezeichnet die sozialpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Lösch, die Neuregelung bei der Mittelverteilung für die Kindergärten. Der neue Grundsatz „Das Geld folgt den Kindern“ ist richtig, „allerdings“, so Lösch, „kann das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern nur dann tatsächlich verwirklicht werden, wenn sich auch die Bedarfsplanung der Kommunen ändert.“ Die Grünen fürchten, dass ohne die konsequente Aufnahme der Angebote freier Träger in die Planungen der Kommunen trotz neuer Finanzregelung eine faktische Benachteiligung bleibt. „Für uns geht es um eine konsequente Nachfrageorientierung“, so Lösch, „Eltern und Kinder sollen sich nicht begrenzten Angeboten unterordnen, sondern ihre Nachfrage muss Auslöser für neue Angebote sein, etwa mit längeren Öffnungszeiten oder mit besonderem pädagogischem Angebot. „Will man Angebote an der Nachfrage orientieren, dann ist eine kindbezogene Förderung das richtige Mittel“, so Lösch.
„Die Sprachförderung der Landesregierung hingegen ist komplett Augenwischerei“, so Lösch, „die 10,6 Mio. Euro für die Sprachstandsdiagnose, die Fortbildung der Erzieherinnen, Infomaterialien sowie für zusätzlich anfallende Arbeitszeit ist ein schlechter Witz, sie decken nur einen Teil des Bedarfs ab.“ Lösch betonte, dass seriösen Berechnungen zufolge allein die Sprachstandsdiagnosen mit 81 Mio. Euro zu Buche schlagen. Lösch: „Hier werden Brosamen als Füllhorn verkauft – das ist unredlich!“ Lösch kritisiert die Tatsache, dass die Sprachförderung über die Landesstiftung finanziert werde: „Sprachförderung ist eine originäre Landesaufgabe und gehört von daher auch in den Landeshaushalt.“

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