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Mit ihrer sogenannten „Bildungsoffensive“ versuche die Landesregierung, den immer stärkeren demographischen Druck aufzufangen und die Hauptschulen dadurch zu retten, in dem sie sie zusammenlegt, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen Winfried Kretschmann zu den Absichten der Landesregierung, rund die Hälfte der Hauptschulstandorte zu schließen.
„Das kann nicht funktionieren, denn die Hauptschulen sind nicht akzeptiert und wie das dreigliedrige Schulsystem überholt. Mit vorausschauender und durchdachter Politik hat das nichts mehr zu tun, das ist nur noch eine ungeordnete Flucht nach hinten. Die Planungen der Landesregierung sind außerdem ein Schlag gegen die Kommunen. Statt den Druck aus den Kommunen zu nutzen für die Kreativität vor Ort und Modellschulen auf breiter Front zuzulassen, will die Landesregierung beim alten System bleiben und nur die Anzahl der Schulen reduzieren. Das ist eine reine Sparoperation, ohne Kostenbewußtsein mit Qualitätssteigerung zu verbinden“, sagte Kretschmann.
Nur qualitativ gute Schulen würden auch akzeptiert, so Kretschmann weiter. Die Zusammenlegung der Hauptschulen werde an der „Abstimmung mit den Füßen“ nichts ändern. Eltern, Lehrer und Kommunen können gemeinsam eine qualitativ gute Schule vor Ort machen, wenn man sie nur ließe. „Wo solche Kreativität vorhanden ist und die Beteiligten sich einig sind, muss die Landesregierung über ihren ideologischen Schatten springen, Kreativität fördern und Schulmodelle zulassen“, sagte Kretschmann.
Kretschmann forderte die Kommunen im Lande auf, diesem Kahlschlag energischen Widerstand entgegenzusetzen und die schulpolitische Austrocknung ganzer Räume zu verhindern.