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„Wenn das Ziel von Vergleichsarbeiten ist, die Einhaltung der Bildungsstandards durch die Schulen zu überprüfen, müssen sie nicht benotet werden“, sagte die schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag Renate Rastätter zur nicht abreißenden Pannenserie bei den Vergleichsarbeiten für Gymnasien. Die Aufgaben waren Tage vorher im Internet zu finden gewesen. Die Vergleichsarbeiten in Klasse 6, 8 und 10 werden benotet und wie Klassenarbeiten behandelt. Dies erzeuge - so Rastätter - einen immensen Druck auf Schülerinnen und Schüler, aber auch auf die Lehrer.
Renate Rastätter: „Die Benotung ist vollkommen überflüssig und für das Ziel der Evaluation kontraproduktiv. Standardexperten sind sich einig, dass Vergleichsarbeiten, mit denen das Erreichen der Standards überprüfen sollen, sich nicht mit einer benoteten Leistungserhebung vereinbaren lassen, denn schließlich sollen sie die erreichten Kompetenzen und nicht angepauktes und im Kurzzeitgedächtnis abgespeichertes Wissen überprüfen. Mit unbenoteten Vergleichsarbeiten haben die Schulen ein wirkungsvolles Instrument für die Selbstevaluation, das zu einer Qualitätsentwicklung des Unterrichts beitragen kann.“
Die grüne Schulexpertin hofft nun, dass Kultusminister Rau endlich von seiner bisherigen Fixierung auf die Benotung abrückt. Rastätter: „Wenn die Benotung abgeschafft wird, entfällt automatisch das Büffeln und Pauken für die Vergleichsarbeiten. Die Unterrichtszeit kann viel sinnvoller für die individuelle Förderung und für nachhaltiges Lernen genutzt werden. Deshalb fordern wir, auf eine Benotung der Vergleichsarbeiten aller Schularten sofort zu verzichten. Entfällt der Druck auf die Benotung, dann gibt es auch keinen Grund, die Aufgaben vorab in die Hände zu bekommen.“