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„Zwischen Wollen und Können ist ein Unterschied“, so die schulpolitische Sprecherin der Grünen Renate Rastätter auf die Ankündigung der Landesregierung, dass alle Gymnasien, die dies wollten, nun Ganztagsschulen werden könnten. „Damit die Gymnasien tatsächlich zu Ganztagsschulen werden können, müssen ihnen auch die erforderlichen Mittel vom Land zur Verfügung gestellt werden“, stellte Renate Rastätter fest. „Mit nicht mal einer Lehrerstunde mehr pro Jahrgang kann keine Schule ein rhythmisiertes und pädagogisch sinnvolles Ganztagsangebot entwickeln“, sagte die grüne Bildungspolitikerin. „Wir brauchen mindestens drei zusätzliche Lehrerstunden pro Klasse für eine professionelle Begleitung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler am Nachmittag.“
Auch das Budget für Hausaufgabenhilfe reiche für ein qualifiziertes Nachmittagsangebot an den Schulen nicht aus. „Nötig ist etwa das zehnfache der vom Land in Aussicht gestellten Mittel“, sagte Rastätter, und wies darauf hin, dass der von den Grünen entwickelte „Bildungspakt“ 1000 zusätzliche Lehrerstunden für Ganztagsgymnasien vorsieht. Rastätter kritisierte zudem, dass Kultusminister Rau die Benotung der Vergleichsarbeiten beibehält. „Mit der Abschaffung der Benotung von Vergleichsarbeiten hätte Minister Rau die Chance gehabt, den hohen Druck abzubauen, der massiv auf SchülerInnen und LehrerInnen im G 8 lastet.“
Bereits jetzt stehe fest, dass mit dieser reinen Reparaturmaßnahme die Probleme für die Schülerinnen und Schüler im achtjährigen Gymnasium auch zukünftig bestehen bleiben. Die Chance für eine umfassende Reform des G8 wurde erneut vertan, so Rastätter.