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  1.  Pressemitteilung

Agrar

20. Mai 2008

MdL Bernd Murschel (Grüne): Minister Hauk muss Verantwortung für Bienensterben übernehmen

Verfehlte Landwirtschaftspolitik

Murschel, Bernd

Da es offensichtlich die Agrarbehörden des Landes waren, die die Landwirte entlang der Rheinschiene eindringlich aufgefordert haben, das Beizmittel Poncho Pro einzusetzen und dabei frühzeitige Warnungen und Erfahrungen aus anderen Ländern schlicht ignoriert haben, muss Landwirtschaftsminister Peter Hauk nach Auffassung des agrarpolitischen Sprechers der Landtagsgrünen Dr. Bernd Murschel, die Verantwortung für das Bienensterben übernehmen.
Die verfehlte Landwirtschaftspolitik in Baden-Württemberg zeige immer deutlicher seine negativen Auswirkungen. „Die von Minister Hauk zu verantwortende Agrarpolitik hat nicht nur das Massensterben der Bienen am Oberrhein zur Folge, sie geht auch zu Lasten der Landwirte und der Verbraucher“, betonte Murschel. Immer wieder falle auf, dass Agrarminister Hauk nicht die Interessen der Landwirte und der Verbraucher im Auge habe, sondern enge Beziehungen zu den Agrokonzernen pflege. Statt, wie in Frankreich geschehen, das Verbot des verdächtigen Pflanzenschutzmittels zu fordern und eine umweltgerechte Landwirtschaftsform zu unterstützen, biete Hauk den existenzbedrohten Imkern zinslose Darlehen an. „Ein Hohn“, wie Murschel findet: „Den Imkern wird durch die verfehlte Politik der haukschen Agrarbehörden den Boden unter den Füßen weggezogen und die großspurig angekündigte Soforthilfe des Ministers erschöpft sich in Darlehen.“
„Wer den Imkern wirklich helfen will, der muss sich für den Verzicht von Pestiziden einsetzen und für die genfreie Produktion stark machen“, so Murschel. Schädlinge bei Mais würden nur bei Monokultur vermehrt auftreten, eine vielfältige Fruchtfolge vermeide solche Probleme und fördere die Artenvielfalt. „Warum muss erst das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Verwendung dieser Beizmittel verbieten bevor das Landwirtschaftsministerium reagiert“, fragt Murschel. „Wenn das Bundesamt sogar davon ausgeht, dass bei der Aussaat eine Gefahr für die Gesundheit der Landwirte bestanden haben könnte, dann müssten doch beim Agrarminister alle roten Alarmlampen angehen.“

 

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