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Dem Vorhaben der Landesregierung, eine gesetzliche Teilnahmepflicht an den Vorsorgeuntersuchungen einzuführen, erteilt die familienpolitische Sprecherin der Grünen Brigitte Lösch eine klare Absage. „In Baden-Württemberg gibt es bereits jetzt eine hohe Inanspruchnahme der kindlichen Früherkennungsuntersuchungen“, so Brigitte Lösch. „Mit Zwang und Kontrolle wird meist weniger erreicht als mit einem präventiven Ansatz. Um Kindesmisshandlung und –vernachlässigung wirksam zu bekämpfen, brauchen wir ein insgesamt abgestimmtes Konzept“, so Lösch. „Zentral sind dafür flächendeckende, frühe Hilfen, die auf gefährdete Familien zugehen.“ Die Grünen plädieren deshalb auch dafür, einen Teil der Mittel aus dem „Elterngutschein“ zugunsten eines solchen Hilfesystems umzuwidmen.
„Qualifizierung ja, aber für alle Beteiligten“, so die Antwort von Brigitte Lösch auf den Kabinettsbeschluss, 600.000 Euro Landesmittel für eine Qualifizierungsoffensive der Mitarbeiter von Jugendämtern zu genehmigen. „Auch die Wohlfahrtsverbände und freien Träger müssen an der Qualifizierung beteiligt werden“, so Lösch, „damit die Sensibilisierung für Kindswohlgefährdungen auf möglichst breiten Füßen steht.“ Darüber hinaus fordern die Grünen auch eine insgesamt bessere Ausstattung der Jugendhilfe, damit Maßnahmen und Hilfeangebote nicht in erster Linie nach Haushaltslage, sondern an den tatsächlichen Bedarfen von Kindern und Jugendlichen orientiert sind.