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Für die schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag Renate Rastätter ist das Ergebnis des OECD-Berichts nicht überraschend: „In Deutschland haben einige Länder nicht begriffen, dass die frühe Selektion der Kinder nicht nur eine soziale Komponente hat, sondern auch eine bildungspolitische. Viel zu wenig Kinder können dadurch zum Abitur geführt werden, Stellen in der Wirtschaft und der Bildung nicht besetzt werden. Insbesondere in Deutschlands Süden beharrt man auf dem dreigliedrigen Schulsystem und der Auslese in die drei Schularten. Nur mit einem Systemwechsel, längerem gemeinsamen Unterricht und individueller Förderung, kann es gelingen, international wieder Anschluss zu bekommen. Wenn 80 Prozent der 15jährigen sich nicht einmal vorstellen können, später vielleicht zu studieren, ist dies ein Ausmaß an Mutlosigkeit und Perspektivlosigkeit, das im Schulsystem selbst begründet sein muss. Wer sich konsequent verweigert, das Bildungssystem an den zentralen Stellen zu reformieren, wird deshalb an dieser Entwicklung nichts ändern können.“